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Wirtschaft trifft Schule

Geschrieben von Melanie Salewski

 "Wirtschaft trifft Schule" heißt einer der Bausteine des vielfältigen Programms zur Berufs- und Studienorientierung an der Anne-Frank-Schule in Eschwege. Diesmal konnten die Verantwortlichen Berthold Diegel und Günther Schake sich über den Besuch des Unternehmens Stiebel Eltron freuen: Personalchefin Anke Herrmann war höchstpersönlich gekommen, um das international tätige Unternehmen mit Standort in Eschwege vorzustellen und gleichzeitig wertvolle Tipps und Tricks rund um den Einstieg in das Berufsleben zu geben. Mit dabei hatte sie die Auszubildenden Maximilian Schmidt und  Leon Senge, die beide im ersten Lehrjahr sind und von ihren Erfahrungen im Betrieb berichteten. 

Anke Herrmann machte den zahlreich im Foyer versammelten Achtklässlern und deren Eltern sehr deutlich, was sie von jungen Leuten, die sich bei ihr um einen Ausbildungsplatz bewerben,erwartet: Das sind vor allem Leistungsbereitschaft, Motivation und eine ausgeprägte persönliche Kompetenz. "Wer bei uns anfangen will, muss bereit sein, sich anzustrengen, zu lernen und sich Herausforderungen zu stellen", so die versierte Personalchefin. Der erste Eindruck sei dabei von ganz entscheidender Bedeutung: "Mit Kappe und Jogginghose braucht bei uns niemand aufzutauchen", so Anke Herrmann. Auf Umgangsformen, Aufgeschlossenheit und Interesse am Unternehmen lege sie beim Vorstellungsgespräch ebenfalls besonderen Wert. Zunehmend prüfe sie auch die Profile der Bewerber in sozialen Netzwerken: "Wer hier nur auf Partybildern verlinkt ist und sich zweifelhaft präsentiert, wird bei uns leinen Ausbildungsplatz bekommen." Auch den sogenannten "Helikopter-Müttern", die ihre Kinder bis zum Vorstellungsgespräch begleiten, erteilte sie eine klare Absage: "Das geht wirklich überhaupt nicht und zeugt von Unselbständigkeit des Bewerbers."

Auch die beiden Auszubildenden Maximilian Schmidt und Leon Senge, die frisch bei Stiebel Eltron angefangen haben, gaben den Zuhören wertvolle Hinweise für eine erfolgreiche Bewerbung: "Fangt so früh wie möglich damit an, eure Stärken und Schwächen zu analysieren und findet heraus, was euch interessiert", so die beiden jungen Männer, "es hilft sehr, in der Schule durchzuhalten und sich anzustrengen, wenn man weiß, wofür man lernt."
Herzlich bedankte sich schließlich Günther Schake, Stufenleiter 5 bis 7, bei den Gästen für ihren authentischen und bereichernden Vortrag rund um den Einstieg in das Berufsleben und unterstrich noch einmal den Leistungsgedanken: "Wer etwas erreichen will, muss auch was dafür tun", rief er den Achtklässlern zu, die schon bald in ihre zweiwöchiges Berufspraktikum starten werden. Ganz sicher ohne Kappe und Jogginghose.