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Pencil vs. Photography im Zeichen der Pandemie

Geschrieben von Tobias Schmidt

Der Kunstunterricht ist ein Ort, an dem die Schüler_innen  neue Formen finden, ihre aktuelle Situation während der Pandemie zu kommentieren. Vorbild für die Zeichnungen waren die Arbeiten von Ben Heine, der mit naturalistischen Zeichnungen Fotografien auf eine gedanklich komplexe Weise verändert und so eine neue Realität schafft.

Weil unsere jetzige Lebensrealität unserem Vorstellungsvermögen auch ganz neue Herausforderungen abverlangt, ist diese Art von Zeichnung-Fotografie-Vermengung ein Sinnbild für das neue, andere Leben, das vor einem Jahr begann und uns immer noch dazu zwingt, im permanenten Ausnahmezustand zu sein. Die Alltagsmaske wurde so zu unserem künstlerischen Material, das wir in ein neues Licht rücken.

Die Arbeiten der Kurse des Jahrganges 9 und 10 zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, wie sich die neue Realität in einer Pandemie für die Schüler_innen zeigt: Manche Arbeiten sind ironisch, manche alltäglich, andere verleihen inneren und äußeren Krisen Ausdruck und spiegeln wider: Junge Menschen sind besonders verletzlich und betroffen von den aktuellen Entscheidungen der Politik. Gleichzeitig beweisen sie, wie klug und differenziert sie ihre eigene Situation kommentieren können – mit den Mitteln der Kunst.