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Zum Betriebspraktikum nach Kroatien

Geschrieben von Melanie Salewski

Die Anne-Frank-Schule Eschwege ermöglichte ihren Schülerinnen und Schülern jetzt bereits zum zweiten Mal ein europäisches Betriebspraktikum auf der kroatischen Insel Rab. Schulleiterin Kerstin Ihde höchstpersönlich begleitete die 15 eigens ausgewählten Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 während der zweiwöchigen Praxiserfahrung im Ausland. „Als Europaschule ist es uns ein großes Anliegen, unseren Lernenden die Chance zu eröffnen, andere Länder besser kennenzulernen und dabei wertvolle Erfahrungen zu machen“, so Kerstin Ihde, die sich sehr über das besondere Projekt freut. Die Idee dazu entstand im Kontakt zu der kroatischen Schule Sredjna Marcantum de Dominus, deren Lehrkräfte und Lernende gerne mehr über das deutsche Schulsystem erfahren wollten

 „Wir haben uns gemeinsam überlegt, wie wir als Schulen von einer engen Partnerschaft profitieren könnten und so kam die Idee auf, sowohl einen Schüleraustausch als auch ein sogenanntes Europapraktikum auf der vom Tourismus geprägten Insel Rab zu organisieren“, erzählt die Schulleiterin.

Nachdem der erste Besuch der deutschen Schülerinnen und Schüler, die zunächst im Gastrobereich der Partnerschule ihre Praktika absolvierten, ein voller Erfolg war, kam es im Dezember zur nächsten Begegnung in Eschwege. Eine Schülergruppe aus Kroatien war für eine Woche zu Gast an der Anne-Frank-Schule, wo Hospitationen in den Jahrgängen 9 und 10 sowie im Oberstufengymnasium Eschwege auf dem Programm standen. In Kroatien wird Deutsch als zweite Fremdsprache angeboten, so dass die Verständigung sehr gut funktionierte. 

Außerdem lernten die Gäste das Werratal und die Kreisstadt besser kennen. Sie besichtigten etwa das Heimatmuseum Schwebda sowie das Grenzmuseum Schifflersgrund und erfuhren hier Vieles über die jüngere deutsche Geschichte. Ein Sportabend und die Vorstellung selbstgedrehter Filme über die Insel Rab rundeten die Begegnung ab. „Wir sind sehr stolz darauf, unseren Schülerinnen und Schüler sowohl persönliche Kontakte zu Gleichaltrigen aus Kroatien als auch erste berufliche Erfahrungen als Europa-Praktikanten bieten zu können“, so Kerstin Ihde, „wir hoffen, dass wir unsere Beziehungen nach Kroatien in den nächsten Jahren weiter vertiefen können.“ Dazu trug besonders auch der zweite Besuch der Anne-Frank-Schüler auf der Insel Rab bei. Diesmal ging es direkt in die dort ansässigen Betriebe: Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten in Hotels, Restaurants, in einer Zahnarztpraxis, im Kindergarten, im Tourismusbüro, im Einzelhandel und sogar im Rathaus. Ein vielseitiges touristisches Programm zum Kennenlernen der Insel und ihrer Menschen rundete das Programm ab. Alle Europa-Praktikanten zeigten sich ob dieser tollen kulturellen Erfahrungen dankbar und zufrieden: „Diese Chance zu erhalten, war einfach unglaublich“, so die Schülerinnen und Schüler.