Jahrgang 5/6

Interesse für Technik und Naturwissenschaften wecken – Motivation für Mint-Berufe schaffen

Die AG „KiTec – Kinder entdecken Technik“ 

Auf die Schüler warten interessante Aufgaben: Brücken bauen, Seilbahnen und Fahrzeuge konstruieren oder Lichtanlagen entwickeln – alles natürlich im Miniaturformat und in vereinfachter Form, doch durchaus realitätsnah. Denn Praxisorientierung gehört zum Konzept des bundesweiten Projekts „KiTec – Kinder entdecken Technik“, an dem sich die Anne-Frank-Schule zusammen mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Eschwege als Mitglied der Wissensfabrik beteiligt.

Mit Hilfe der Werkzeug- und Materialkisten soll das Interesse der Schüler für technische Zusammenhänge geweckt werden, zugleich sollen die Mädchen und Jungen ein positives Bewusstsein für die eigenen technischen Fähigkeiten entwickeln. 

Ein sehr wichtiges Lernziel ist aber auch, die Teamarbeit und Sozialkompetenz zu fördern. Zudem sind Kreativität und Selbstständigkeit gefragt. Die Aufgaben erstrecken sich über ein breites Technik-Spektrum von der Statik über Kraftübertragung und Reibung bis zu Stromkreisen. Die Schüler lernen Holz und Metall zu bearbeiten, Zeichnungen zu lesen und eigene Skizzen anzufertigen – und am Schluss wissen sie aus eigener Konstruktionserfahrung, warum der Eiffelturm bei Sturm nicht umkippt oder wie die Lenkung im Auto funktioniert. 

Die Erfahrungen und die Erkenntnisse, die die Schüler bei der Arbeit mit dem KiTec-Material gewinnen, wirken weit über den Sachunterricht hinaus. 

Entwickelt wurde das Projekt KiTec im Auftrag der Wissensfabrik vom Lehrstuhl für Didaktik der Chemie der Universität Frankfurt/Main, bzw. dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) in Ulm sowie vom Lehrstuhl für Technik und ihre Didaktik an der Universität Dortmund. KiTec umfasst die Bereiche Bau-, Fahrzeug- und Elektrotechnik.

Die Lehrer erhalten ein umfangreiches Handbuch und werden vor dem Projektstart von Experten des Lehrstuhls für Didaktik der Chemie der Universität Frankfurt/Main, des ZNL und der Universität Dortmund im Umgang mit den Experimentierkisten vertraut gemacht.

Die Forscher-AG

Forschen wie ein Naturwissenschaftler. Zum Beispiel im Biologieraum Pflanzen bestimmen, Kleinstlebewesen untersuchen und vielfältige biologische Experimente durchführen. Die Freude am Mikroskopieren und sonstigen naturwissenschaftlichen Techniken und Kenntnissen über den Schulunterricht hinaus soll entwickelt werden.

Die Holz-AG

Arbeiten mit Holz im Jahrgang 5/6

Schüler und Schülerinnen des Jahrgangs 5/6 können über die Holz-AG ihre Fähigkeiten hinsichtlich des Bearbeitens von Holz entdecken und stärken. Sie erlernen den Umgang mit der Laubsäge/der Feinsäge und stellen neben kleinen Gebrauchsgegenständen, einfachen Spielen auch technische Modelle (z. B. Türschilder und Holzboote mit Gummimotor) her. 

Darüber hinaus können Sie eigene Ideen entwickeln und umsetzen. Es sind bereits Beyblade-Arenen und Minigolfanlagen entstanden, die dann auch in der AG-Gemeinschaft ausprobiert und weiterentwickelt wurden. Des Weiteren bietet die Holz-AG immer wieder die Möglichkeit, kleine Geschenke zu Weihnachten und Muttertag herzustellen. 

Die Arbeitsgemeinschaft stellt somit eine erste Chance dar, um Herstellungsweisen der Holzbearbeitung kennenzulernen. Nicht selten wird bei der Herstellung auch im Team gearbeitet. Eine wichtige Fähigkeit, welche die Berufs- und Arbeitswelt fordert, wird angebahnt und gestärkt. 

Arbeit mit dem PC – Grundkurs als berufsvorbereitende Maßnahme

An unserer Schule erhalten die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Jahrgänge wöchentlich eine Stunde „Computer-Unterricht“. 

Dieser Unterricht sieht sich zwei Schwerpunkten verpflichtet:

1. Die Schülerinnen und Schüler erhalten in folgenden Bereichen ein solides Grundwissen:

  • Textverarbeitung 
  • Umgang mit digitalen Lexika
  • Internetrecherche
  • Bildbearbeitung
  • Präsentieren
  • Kalkulieren 

2. Der Erwerb von Grundfertigkeiten in diesen Gebieten findet, wo immer das möglich und sinnvoll ist, in engem Zusammenhang mit im sonstigen Unterricht behandelten aktuellen Themen statt. Die Kolleginnen und Kollegen des PC-Unterrichts arbeiten also eng mit den anderen Fachlehrer zusammen, um sicherzustellen, dass den Schülerinnen und Schülern immer der Zusammenhang von Lernen am PC und sinnvoller Anwendung bewusst ist. 

Unbestritten ist heute, dass es für unsere Schülerinnen und Schüler keine Berufe mehr geben wird, die ohne solide Grundfertigkeiten in der Informationstechnologie auskommen. Insofern werden bereits am Beginn der Schulzeit an der Anne-Frank-Schule die Grundlagen für diese notwendige Basisqualifikation gelegt.

Insbesondere der wichtige Bereich des Erlernens gezielter und erfolgreicher Recherche im Internet – ein wesentlicher Schwerpunkt unseres PC-Unterrichts – bietet den Schülerinnen und Schülern früh die Möglichkeit, Einblicke in die Arbeits– und Berufswelt zu gewinnen. Auf diese Aspekte der Recherchetätigkeit wird besonders geachtet.

Einführung in die Portfolioarbeit (Europaschulportfolio, Sprachenportfolio)

Zu Beginn der Schulzeit an der AFS wird das Europaschulportfolio auf dem ersten Elternabend vorgestellt und danach an die Schüler ausgeteilt. Das Portfolio dient als Dokumentation erworbener Qualifikationen und Kenntnisse und soll den Schülern helfen, den eigenen Lernzuwachs festzuhalten und zu reflektieren.

Das Portfolio enthält folgende Lernbereiche:

  • Soziales Engagement
  • Sprachen, Interkulturelles
  • Methodenlernen
  • Austausch, Begegnungen
  • Arbeitsgemeinschaften, Projekte und Wettbewerbe
  • Berufswelt

Die Führung des Europaschulportfolios ist Bestandteil der Klassenratstunde.

Zusätzlich wird mit Beginn der Klasse 5 in der 1. Fremdsprache das Sprachenportfolio bestehend aus Sprachenbiographie, Dossier und Sprachenpass eingesetzt und ab Klasse 7 auch in der 2. Fremdsprache den Unterricht begleitend verwand (zur Arbeit mit dem Sprachenportfolio siehe „Arbeitsergebnisse der Pädagogischen Tage im Februar 2011).