Jahrgang 7

Wahlpflichtunterricht im Werkstattbereich für Holztechnik, Metalltechnik, gesunde Ernährung / Hauswirtschaft, Töpfern, Textilgestaltung

In der Jahrgangsstufe 7 werden für die Schüler, die keine zweite Fremdsprache wählen, als erste berufsorientierende Kurse aus dem Fachbereich Arbeitslehre die Werkstatt-Kurse Holztechnik, Metalltechnik, gesunde Ernährung/ Hauswirtschaft und Töpfern oder Textilgestaltung (je nach Möglichkeit) angeboten. Die Schwerpunkte Holz- und Metalltechnik bzw. gesunde Ernährung/ Hauswirtschaft und Töpfern wechseln im Halbjahr, damit die Schüler zwei Grundlagenkurse in der Klasse 7 besuchen können. Der Kurs Metalltechnik wird in Kooperation mit den Beruflichen Schulen Eschwege in deren Metallwerkstatt von einem Berufsschullehrer unterrichtet.

Girls‘Day/Boys‘Day

Jedes Jahr im April findet der sogenannte “Girls’Day”, seit 2011 parallel auch der “Boys’Day”, statt.

An diesem Tag geben Unternehmen und Organisationen Mädchen und Jungen aus dem 7. Jahrgang die Gelegenheit, sich über die Bandbreite möglicher Ausbildungsberufe zu informieren.

Ziel dabei ist, dass Mädchen und Jungen sich von geschlechterspezifischen Berufsvorstellungen lösen und „männerdominierte“ bzw. „frauendominierte“ Berufsbereiche erkunden.

Jede/r Schüler/in des siebten Jahrgangs kann sich an diesem Tag von der Schule freistellen lassen. Die Klassenlehrer/innen achten darauf, dass solche Betriebe ausgewählt werden, die dem oben beschriebenen Ziel entsprechen.

Der Girls’Day/Boys’Day wird mit Hilfe eines Jahrgangsprojekttages vorbereitet.

Für die Nachbereitung wird in jeder Klasse mindestens eine Doppelstunde genutzt. 

Um über Lebensplanung und Rollenverhalten zu sprechen, bietet sich auch der Film „I will dance“ an, der in der Bibliothek auszuleihen ist.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten über die Teilnahme am Girls’Day/Boys’Day ein Zertifikat bzw. eine Teilnahmebestätigung.

Kompetenzfeststellungsverfahren (KomPo 7) mit ausgewählten Schülern

Übersicht über die Durchführung der Kompetenzfeststellung KomPo 7

Am Ende der Klasse 7 wird an der Anne-Frank-Schule das Kompetenzfeststellungsverfahren KomPo 7 durchgeführt.

Kriterium für die Auswahl und die Anzahl der Schüler ist die Erfüllung der Voraussetzungen für eine mögliche weitere BerEb-Maßnahme an der Anne-Frank-Schule.

Dazu werden seitens der Schule die entsprechenden Räumlichkeiten gestellt. Für eine 16er Gruppe wird lt. KomPo7-Handbuch mindestens ein großer Raum benötigt, sinnvoll können für die Durchführung aber auch zwei kleinere Räume für jeweils 8 Personen sein. Vorlagen zur Selbst- und Fremdeinschätzung, Vorlagen zum Kompetenzprofil sowie die Bögen für die Beobachterkonferenz werden vom VSB (Verein für Sozialpolitik, Bildung und Berufsförderung e.V. Kassel) gestellt. Dies gilt ebenfalls für die Materialien, die für die einzelnen Übungen benötigt werden.

Das Beobachtungsverhältnis beträgt 1:4, d.h. bei 16 Teilnehmern werden 4 Beobachter benötigt. Aktuell muss die Schule das Kompetenzfeststellungsverfahren mit eigenem Personal/in Eigenregie durchführen.

Ablaufplan

Tag 1: 

Vorgespräch beteiligten Lehrkräfte, Einteilung der Gruppen. Begrüßung der TN, Vorstellung und Erläuterung zu KomPo7.

Ausfüllen des Selbsteinschätzungsbogens, anschließend Pause, danach die erste handlungsorientierte Übung. Wieder eine Pause, danach die Erläuterung des AIST-R (Allgemeiner Interessen-Struktur-Test) mit anschließender Durchführung. Pause, anschließend Vorbereitung auf ein „Job-Interview“. Danach erfolgt zum Abschluss des ersten Tages für die Teilnehmer eine erlebnispädagogische Übung.

Die Beobachter finden sich zur Auswertung des ersten Tages anschließend zu einer ca. 1,5-stündigen Konferenz zusammen.

Tag 2: 

Nach der Begrüßung findet die zweite handlungsorientierte Übung statt. Im Anschluss eine Pause, danach das Job-Interview mit einem Firmenvertreter. Nach einer nächsten Pause erfolgt die Nachbereitung des Job-Interviews mit anschließender Präsentation. 

Die Teilnehmer schließen den zweiten Tag mit einer Feedbackrunde ab, die Beobachter gehen nach einer kurzen Pause wieder in die Auswertungs-Konferenz.

Tag 3: 

Es erfolgen die individuellen Rückmeldungen an die Teilnehmer, nach Möglichkeit im Beisein von Eltern und Klassenlehrern, anschließend ein allgemeines Auswertungsgespräch der Beobachter (die ausgebildeten Lehrer).

Die Beobachter halten dann zeitnah in einer Ergebnisdokumentation die Erkenntnisse der Kompetenzfeststellung schriftlich fest. Diese schriftliche Darstellung wird anschließend den Klassenlehrern, den Berufseinstiegsbegleitern und den Teilnehmern zur weiteren Verwendung übergeben.