Jahrgang 9/10

Information zum Berufswegeplan durch den Vertreter der Agentur für Arbeit

Im zweiten Schulhalbjahr der R 9 sowie zu Beginn des Schuljahres in der H 9 informiert der Berufsberater „Herr Kage“ jeweils in einer doppelstündigen Veranstaltung pro Klasse über weitere Bildungswege nach dem Schulabschluss sowohl im schulischen als auch im betrieblichen Sektor. Anschließend werden während des wöchentlichen Sprechtages alle zukünftigen Abgänger von ihm namentlich erfasst, nach ihren Zukunftsplänen befragt und im Falle des Interesses an einer betrieblichen Ausbildung zu einem weiteren Beratungstermin gemeinsam mit den Eltern ins Amt der Agentur der Arbeit eingeladen. Dies ist ein weiterer Schritt, um die richtige Berufswahlentscheidung vorzubereiten.

Schullaufbahnberatung durch die Schule

Mitte des ersten Schulhalbjahres der Abgangsklassen H9, R10 und G10 finden an drei aufeinander folgenden Abenden nach Zielgruppen getrennt Informationsveranstaltungen zu den schulischen Bildungswegen nach erfolgreichem Abschluss statt. Dazu informieren Vertreter der jeweiligen Schulformen (Berufliche Schulen, Oberstufengymnasium) die Schüler und Schülerinnen sowie deren Eltern. Für die Abgänger der H9 informiert der Berufsberater außerdem an diesem Abend über die aktuelle Lehrstellensituation in unserer Region sowie auch über Unterstützungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit für Ausbildungsplatzsuchende. 

Bewerbungstraining I (Erstellung der Bewerbungsunterlagen) durch außerschulische Experten mit den Schülern der Abschlussklassen H9 und R10

In Zusammenarbeit mit der IHK und der VR-Bank Eschwege wird dieses Bewerbertraining organisiert. Zu Beginn des Schuljahres informiert ein Mitarbeiter der IHK in jeder der Klassen H9 bzw. R10 in einer Doppelstunde über grundsätzliche Fragen des Bewerbungsverfahrens.

Im Anschluss daran erstellen die Schüler dann in einer Frist von ca. 2 Wochen eine vollständige Bewerbungsmappe mit Anschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopien und sonstigen Bescheinigungen, die eingesammelt wird und nach Branchen sortiert Personalchefs hiesiger Unternehmen zur Begutachtung vorgelegt wird.

Nach Durchsicht der Mappe findet dann in der Schule ein Kleingruppentreffen mit den Personalchefs statt, bei dem die Bewerbungsmappen eines jeden Schülers besprochen und wertvolle Tipps und Hinweise für zukünftige Bewerbungen gegeben werden. 

Bewerbungstraining II (Einstellungstest, Vorstellungsgespräch) mit Unterstützung der AOK für Schüler der H9 und R10

Dieses Training zielt auf die Fragestellung ab, wie bereite ich mich auf Einstellungstests bzw. Bewerbungsgespräche vor, und findet extern in den Räumen der AOK an einem Schulvormittag statt, und zwar klassenweise. Neben dem Erledigen beispielhafter Aufgaben aus Tests in denen Deutsch- bzw. Mathekenntnisse, das Allgemeinwissen, das logische Denken etc. abgefragt werden, absolvieren die Schüler auch ein simuliertes Vorstellungsgespräch und erhalten dabei wertvolle Tipps bezüglich der Vorbereitung und des Verhaltens. 

Seminar „berufsbezogene Sozialkompetenz“ für die Schüler der Abschlussklassen H9

Mit den Schülern der neu gebildeten Hauptschulklassen im Jahrgang 9 wird zu Beginn des Schuljahres vor dem 2. Betriebspraktikum ein berufsbezogenes Sozialkompetenztraining unter Federführung der Schulsozialarbeit durchgeführt.

Dieses zweitägige Training soll auch den Klassenfindungsprozess der neu gebildeten Klassen fördern und den Aufbau einer Klassengemeinschaft vorantreiben. Deshalb wird das Training an einem außerschulischen Lernort (Haus der Jugend in Reichenbach) durchgeführt.

Ziele des Kompetenztrainings:

Erarbeitung bzw. Weiterentwicklung von berufsbezogenen Sozialkompetenzen (Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Motivation, Kritikbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein)

Fördern von Fremd- und Selbstwahrnehmung

Erkennen der eigenen Stärken und Schwächen im Bereich der Sozialkompetenzen

Sichtbarmachen von möglichen Förderbereichen der einzelnen Jugendlichen

Methoden:

Auswertung eines Films zum Thema:

Kleingruppenarbeit zur Fragestellung „Was sind Sozialkompetenzen“ Kooperationsaufgaben in Groß- und KleingruppenBearbeitung von Selbsteinschätzungsbögen

Präsentation der eigenen Stärken und Schwächen und Benennung von Förderbereichen und Förderpotenzialen – Fremdeinschätzung durch Gruppenmitglieder

Eine CD mit der ausführlichen Beschreibung des Ablaufs, den Materialien und den Aufgabenstellungen der Kooperationsaufgaben befindet sich im Materialpool in der Schul- und Stadtteilbücherei.

Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des 2. Betriebspraktikums in H9/R9

Ziele

In den neu gebildeten Haupt- und Realschulklassen im Jahrgang 9 findet vor 

den Herbstferien das zweite Betriebspraktikum als zweiwöchiges Blockpraktikum statt.

Diente das erste Praktikum eher der Orientierung in der Berufs- und Arbeitswelt, so soll das zweite Praktikum den Prozess der Berufsfindung vorantreiben. 

Die folgenden Ziele stehen im Zentrum:

Die Schüler werden sich ihrer eigenen Interessen, Neigungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten bewusst. Sie überprüfen ihre bisherigen Erwartungen und Berufsvorstellungen und reflektieren ihre im Praktikum erworbenen Erfahrungen im Hinblick auf ihre individuelle Berufswahl bzw. ihre weitere Schullaufbahn.

Sie informieren sich über die Ausbildungsvoraussetzungen und den Verlauf der Ausbildung in ihrem „Praktikumsberuf“.

Sie lernen den Betrieb als Einrichtung kennen, in dem betriebliche Leistungen das Ergebnis des Zusammenwirkens von Menschen, Hilfsmitteln (Maschinen, Werkzeug) und Materialien sind und reflektieren in diesem Zusammenhang ihre Rolle als Arbeitnehmer.

Vorbereitung

Der organisatorische Rahmen (Information von Schülern, Eltern und Betrieben; Akquise des Praktikumsplatzes) entspricht dem Verfahren des ersten Praktikums.

Im Vorfeld des Praktikums findet eine Koordinationskonferenz der betroffenen Lehrer (Klassenlehrer, Gl-/Al-Lehrer, Deutschlehrer) statt, in der die Inhalte der Vor- und Nachbereitung des Praktikums festgelegt werden. Ein Ordner mit Unterrichtsmaterial steht zur Verfügung.

Folgende Inhalte sind verbindlich:

  • Erstellung eines kompletten Bewerbungspakets (Bewerbungsschreiben, tabellarischer Lebenslauf, Kopie des letzten Zeugnisse, Zertifikate für besondere Leistungen); vgl. 2.4.3, Bewerbungstraining 
  • Rechtliche Grundlagen der Berufsausbildung (Jugendarbeitsschutzgesetz, Ausbildungsvertrag)
  • Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Interessenvertretung im Betrieb – Gewerkschaften und Unternehmerverbände – Tarifverhandlung und Tarifvertrag
  • Lohn und Gehalt
  • Grundlagen der Marktwirtschaft – Angebot und Nachfrage

Durchführung

Die Durchführung des 2. Praktikums wird durch die für das 1. Praktikum festgelegten Grundsätze (vgl.2.3.2) für Schüler, Schule und Betrieb geregelt.

Auswertung

Die Dokumentation und Auswertung des Praktikums kann durch eine Praktikumsmappe, eine medial unterstützte Präsentation oder auch durch eine Ausstellung erfolgen.

Die Schüler erhalten im Unterricht Gelegenheit, ihre im Praktikum erworbenen Erfahrungen zu besprechen. Sie werden im Unterricht bei der Erstellung der Praktikumspräsentation unterstützt und bei ihrem Berufswahlprozess begleitet.