Wieso eigentlich Europaschule?

Dies war eine der Fragen, welcher die Schülervertretungen von 8 nordhessischen Europaschulen in Brüssel nachgehen wollten. Gerade in der heutigen Zeit brennen den Jugendlichen Fragen über Europa unter den Nägeln, das wurde während der drei sehr erlebnisreichen Tage in Brüssel  deutlich. Von der AFS fuhren Emma-Lotte Schaub (Schulsprecherin), Lea Schlarbaum, Anna Sieberhagen  und Max Träger mit dem Vertrauenslehrer Herrn Bergmann und der Europaschulkoordinatorin Frau Schwanz mit in die europäische Hauptstadt.

Nach der Anreise am 02.05.2017 erkundete die Gruppe von insgesamt 48 Personen zunächst Brüssel durch eine Stadtführung, ein Besuch der Hessischen Landesvertretung, die auch die Planung in Brüssel übernommen hatte, schloss sich an. Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler zunächst, welche Aufgaben die Vertretung des Landes Hessen bei der EU übernimmt und wie der Alltag eines Europaabgeordneten im Parlament aussieht. Am Mittwoch besuchte die Gruppe dann das Europäische Parlament und die hessische Abgeordnete Frau Werner, die sich den zahlreichen Fragen stellte. Großes Interesse zeigte sich vor allem bei Fragen nach dem Brexit und den Angriffen durch Extremisten innerhalb Europas. Es folgte ein eindrucksvoller Besuch im Auswärtigen Ausschuss, wo über Delegationsbesuche in Pakistan und Südamerika berichtet wurde. Nach einem Mittagsimbiss in der Hessischen Landesvertretung folgten verschiedene Vorträge zu der Arbeitsweise  von Kommission, Parlament und Rat der Europäischen Union. Dabei fand vor allem der Vortrag von Herrn Hubbert von der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland viel Zuspruch, was vielleicht auch daran lag, dass er aus Vockerode stammt. Am letzten Tag hatten alle Beteiligten dann noch Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und Schokoladenspezialitäten zu kosten, für die Brüssel mindestens so bekannt ist wie für ihre europäischen Institutionen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass der Besuch der europäischen Hautstadt auch mit anderen Schülergruppen wiederholt werden sollte, da man hier spürt was es bedeutet, Europäer zu sein. Wir danken an dieser Stelle der Bürgerstiftung Werra-Meißner und dem Jugendforum KommUnity des Bundesprogramms „Demokratie leben“, ohne deren finanzielle Unterstützung das Projekt nicht möglich gewesen wäre.